Treffpunkt lieben

ist Homosexualität heilbar?

Immer wieder wird (vor allem von der christlichen Organisation Wuestenstrom) behauptet, Homosexualität sei heilbar. Eine Gruppe von lesbischen Christinnen und schwulen Christen wendet sich dagegen.

• Wir stehen zu unserer Homosexualität als einem existenziellen Teil unserer Identität, der zwar verdrängt, aber nicht verändert oder beseitigt werden kann.
• Auch dieser Teil unserer Identität gehört für uns in das christliche Bekenntnis "Ich glaube, dass mich Gott geschaffen hat". Was überall in der Natur faszinierend erlebbar ist, gilt auch für den Menschen: Gottes Schöpfung ist in ihrer Vielfalt großartig.
Wir glauben, dass Gott uns so geschaffen hat, wie wir sind, und bekennen mit Psalm 139: "Du hast mich gebildet im Mutterleibe. Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke."
• Wir leiden nicht an unserer sexuellen Veranlagung, wir erleben sie nicht als krankhaft oder abartig, wir sehen keinen Anlass zu ihrer Veränderung.
• Es verletzt uns, wenn Homosexualität als eine Psychose bezeichnet oder auf eine Ebene mit Diabetes und anderen Krankheiten gestellt wird.
• Wir bemerken mit Befremden, dass Homosexualität in bestimmten christlichen Kreisen auf das sexuelle Verhalten reduziert wird und dabei unbeachtet bleibt, dass sie eine umfassende Lebensform darstellt.
Homosexuelle Paare verwirklichen ebenso wie heterosexuelle Paare zentrale christliche Werte in verantwortungsvoller Partnerschaft und erfahren darin Lebenssinn und tiefes Glück.
• Wir halten uns an die Feststellung der Deutschen Gesellschaft für Verhaltenstherapie: "Homosexualität ist eine von vielen denkbaren und möglichen Formen zwischenmenschlichen und partnerschaftlichen Verhaltens" und unterstreichen, dass die Weltgesundheitsorganisation die Homosexualität aus dem Register der Krankheiten gestrichen hat.

Kommentare

Hallo Winni76,
"Tolerierung ja"?? - ihr Beitrag zeigt sehr deutlich, daß Sie nur scheinbar tolerant gegenüber Homosexuellen sind:Sie schreiben von "schadensreiche Demos", "Sie und ihre Gesinnungsgenossen", "normal" und unnormal? Sie definieren, was normal ist..? Wem steht das zu - die Bibel von der Zeit ihrer Entstehung zu trennen und holzschnittartig damit zu argumentieren und dann dieses als einzige Wahrheit zu propagieren? Nein, so sieht keine Diskussion auf Augenhöhe aus. Sie positionieren sich deutlich gegen Homosexuelle, die sie gerade mal so dulden - wie schade, denn es geht nicht um Beachtung, es geht um gleichwertiges Leben - wir alle sind gleich in unseren Gefühlen, unserer Liebe, unserem Wert - und das vor allem auch vor Gott.
Ihre Meinung dürfen Sie selbstvertändlich habe und vertreten, hier ist man diskussionsbereit. Bitte bemühen Sie sich aber in diesem Forum zumindest um eine weniger wertende und abfällige Argumentationsweise.
Gruß
Cbeate

Hallo Vinni76,
„Alles Gute“ wünscht Du mir, und das soll ich ernst nehmen, nachdem Du mir „schadensreiche Demonstrationen auf die übelste Art“ unterstellt hast? Diese unsachlichen Vorwürfe treffen mich nicht, und ich verzichte sehr gerne auf „seelsorgerliche“ Bemühungen von Wüstenstrom. Ich bin nicht „unnormal“. Gott hat mich so geschaffen, wie ich bin, und ich bekenne mit Psalm 139: "Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke."
Ich bin gerne bereit, mit dir zu diskutieren. Aber dann bitte ohne solche Diskriminierung.
Gruß Vinci

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©Bild des Benutzers winni76

Ja - ganz einfach. Deine Darstellung ist zwar verständlich, jedoch ausschließlich subjektiv berichtet. Die Homosexualität wird ja weitgehend leider von der "Kirche" anerkannt und von der Gesellschaft toleriert. Der Gesetzgeber hat schon mehr als nötig dies gesetzlich geregelt. Tolerierung ja, wie Du und Deine Gleichgesinnten leben, aber mehr. Und umgekehrt solltest Du und Deine Gesinnungsgenossen mit schadensreichen Demonstrationen auf die übelste Art aufhören. Wüstenstrom etc. sind keine Gegner sondern seelsorgerisch tätig, die nur dafür zuständig sind, wenn solche Menschen wie Du "normal" werden wollen - auf eigenen Wunsch. Im übrigen biblisch gesehen ist dies ganz klar beschrieben, schon in der Schöpfungsgeschichte die Trennung von Mann und Frau. Es wird immer so hingedreht wie man es gerade braucht für seine Zwecke und Lebensweise. Die Bibel gilt auch heute noch nach 2000 Jahren.
Lebe so wie Du willst und dies wird auch beachtet aber mehr nicht.
Alles Gute

Hallo Timm, ich schicke Ihnen gerne eine Kopie des Textes und das kleine Heft "Bei einem Manne liegen wie bei einer Frau - Anregungen für homosexuelle Christinnen und Christen zum Umgang mit biblischen Texten" per Post zu. Bitte teilen Sie mir Ihre Postanschrift mit (Mail: active@horapi.de)
vinci

Bild des Benutzers Timm
©Bild des Benutzers Timm

Hallo vinci,
ich finde es prima, dass es auch in einem Forum wie diesem einen Platz für schwule und lesbische Menschen und Christen gibt.
Hoffentlich finden sich Leser, die sich hier darüber austauschen wollen - ruhig auch kontrovers.
Eine Frage noch: gibt es Ihre Statements auch irgendwo in gedruckter Form?

Timm