Treffpunkt trauern

Thema:

Trauer- Anteilnahme - Erlösung - Trost - Unvergessen

Andacht, Anteilnahme, stilles Gedenken sowie Trost, sind die Begleiter beim Verlust eines uns lieb gewordenen oder nahe stehenden Menschen.

Der Tod eines Menschen ist endgültig und es verbirgt sich fasst immer ein sehr großer persönlicher Verlust dahinter. Verwandte, Freunde, Bekannte, ehemalige Kollegen,Sportfreunde oder Klassenkameraden, mit denen man sehr lange zu tun hatte, werden bei den Hinterbliebenen nie vergessen, solange sie selbst weiter leben.
Sie werden in unseren Erinnerungen sowie Träumen uns diesbezüglich weiter begleiten
und dadurch selbst unvergessen sein.
Der einzelne Mensch trauert sehr unterschiedlich, kurz und intensiv, sehr lange sowie
anhaltend, sich verschließend oder öffnend, je nach seinem eigenen Naturell und der
jeweiligen Situation.
Sich zu verschließen und außerdem noch zurück zu ziehen ist meiner Meinung nach der verkehrte Weg.
Den richtigen Weg muß aber jeder selbst für sich heraus finden, sollte dazu aber auch unsere Hilfe erhalten.

Persönlich habe ich in den letzten vier Jahren viele mir sehr nahe stehende Menschen durch den Tod verloren, langjährige Kollegen, einige ehemaligen Sportfreunde,
meinem Bruder durch Herzversagen, meine Schwägerin durch
Knochenkrebs und meine Schwester erst vor sechs Wochen durch Darmkrebs.
Beinahe immer bis zum Schluß hoffend, war es dann meißt eine Erlösung für sie selbst
und auch für die nächsten Angehörigen, sie nun nicht mehr leiden sehen zu müssen
und nicht richtig helfen zu können.
Ein Trost war es für mich über ein halbes Jahr lang täglich im Krankenhaus bei meiner Schwester durch die nächsten Verwandten / Familienangehörigen die Krankenbesuche mit
abgesichert zu haben.
Dieses wird leider nicht jeden vergönnt sein und deshalb sollten wir alle wo es möglich ist zumindest den Hinterbliebenen Beistand und Trost gewähren !!!

Kommentare

Ich kann mich dieser Meinung vollkommenanschließen. Ich habe im vorigen Jahr meinen Vater verloren. Aber es war nicht seine Krankheit an sich (Wasser in der Lunge), sondern die Umstände im Krankenhaus, die zum Tod geführt haben. Im Krankenhaus in Karlsruhe brach auf der gesamten Station der gefürchtete Novovirus aus, unserer Meinung nach durch mangenlde Hygiene. Da mein Vater gesundheitlich angeschlagen war, hat er diese Symptome und deren Folgen (Durchfall usw.) nicht verkraftet.Schlimm war es für uns Angehörige, dass wir bei den täglichen Besuchen den "Verfall" eines geliebten Menschen hautnah mit ansehen mussten. Es war eine Verkettung mehrerer Umstände, wie die Ärzte sagten. Das Schlimme ist, dass meine Mutter erblindet ist und nun ein Fall für die Pflegestation wurde, da sie nicht mehr allein in der Wohnung zurechtkam. - Das sind alles Dinge, mit denen man als Angehörige erstmal irgendwie zurechtkommen muss. Manche Dinge kann man nicht so schnell verarbeiten.