Treffpunkt trauern

"Trostinsel" für trauernde Kinder

Kinder trauern anders als Erwachsene. Oft scheuen sie sich, Erwachsene mit ihrem Kummer zusätzlich zu belasten. Die "Trostinsel" im Hospizhaus Wolfsburg gibt Kindern einen Raum für ihre Trauer.

Seit zwei Jahren gibt es die „Trostinsel“, einen Ort für trauernde Kinder und Jugendliche im Hospizhaus Wolfsburg. Nach einem Bericht der Evangelischen Presseagentur (epd) wurde die „Trostinsel“ als eines der ersten Projekte ihrer Art in Deutschland ins Leben gerufen. Solche Orte für trauernde Kinder seien notwendig , weil Kinder nach Erkenntnis von Pädagogen anders trauerten als Erwachsene, heißt es bei epd. Sie versänken nicht für lange Zeit in ihrer Trauer, sondern wechselten schneller zwischen Traurigsein und Fröhlichkeit. Erwachsene könnten mit dieser Art zu trauern schwer umgehen. Gegründet wurde die „Trostinsel“ von Rosely Plumhoff. Die Mitarbeitenden des Hospizhauses kamen oft in Kontakt mit Kindern, deren Angehörige im Hospiz starben. Diese Kinder wollten sie in ihrer Trauer incht allein lassen. Deshalb wurden drei Zimmer im Hospizhaus für trauernde Kinder eingerichtet. Dort können die Jungen und Mädchen sich zurückziehen, malen, lesen oder Erinnerungsstücke basteln. Eine Sozialpädagogin betreut die Kinder. Zusätzlich zur "Trostinsel" gibt es auf dem Grundstück einer Wolfsburger Kirchengemeinde einen "Erinnerungsgarten", den ebenfalls Rosely Plumhoff eingerichtet hat. Neben einer Trauerweide können Kinder "Abschiedbäume" pflanzen und an die Zweige Bilder, Bänder oder Fotos zur Erinnerung an ihre verstorbenen Angehörigen hängen.